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Ruhrpott RodeoJa, was ist denn los mit den Punkern? Das soll jetzt also ein Punkfestival sein? Die Punks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Da benehmen sich die Besucher des Jazz-Festivals in Moers ja fast noch mehr daneben. Richtig gesittet geht es auf dem RUHRPOTT RODEO zu. Der Festivalplatz ist erschreckend sauber, als wir gegen 17 Uhr eintreffen, obwohl schon seit Mittags Bands spielen und viele Besucher schon seit dem Vortag hier zelten und Bier trinken. Keine Spur von herumliegenden Punks, keine Schlappiros, die Geld für Bier schnorren wollen, keine brennenden Zelte, keine umgeworfenen Dixie-klos und keine Müllschlacht. 

 

Hier muss man ganz klar Veranstalter Alex Schwers tadeln, der scheinbar einfach nicht das richtige Programm für „Zecke“, „Ratte“ und „Terror“ bietet, wobei man zumindest bei den LOKALMATADOREN schon in die richtige Richtung tendiert. Ansonsten wird anstatt „Deutschland hau ab“ und „Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen“ qualitativ hochwertige musikalische Unterhaltung geboten. Neben meinen heimlichen Highlights des Festivals 2ND DISTRICT, I WALK THE LINE, THE KLEINS, TALCO und SCHEISSE MINELLI gibt es hochkarätiges à la TOY DOLLS, ME FIRST AND THE GIMME GIMMES oder auch COCK SPARRER.

Bereits auf der Zugfahrt fragen wir uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sehen keine Horden von „Kasi“-punkern, die einen halbvollen Kasten Bier an einem Nietengürtel befestigt hinter sich herziehen und kein „Motorhaubensurfen“, als wir auf dem Weg durch die kleinen Dörfer sind, durch die uns der Shuttlebus kutschiert. Ein paar jugendliche Irokesen versüßen uns dennoch die 15-minütige Shuttlebusfahrt, denn sie benutzen das Wort „Lol“, was man bisher nur aus der furchtbaren Internetsprache kannte als echtes Wort für den Ausdruck ihrer Erheiterung.

Als um 17 Uhr unser 16 Euro Zelt aufgebaut wird, beginnen gerade I WALK THE LINE ihr Set, was zum einen Schade ist, da ich die Band gerne gesehen hätte, zum anderen aber gut ist, denn so haben wir einen guten Soundtrack zum Aufbauen. 

Während die anderen Punks gepflegt bei einem Bier gesittet vor ihren Zelten AUF CAMPINGSTÜHLEN sitzen, baut Chris unser 2 Personenzelt auf und ich unterstütze ihn mit Tipps, soll aber lieber nicht helfen, wie er mir deutlich zu verstehen gibt. Unsere neuen Nachbarn belächeln uns, was sie aber später noch bitter bereuen werden.

Das Zelt steht schon nach wenigen Minuten und Chris präsentiert mir stolz unsere Inneneinrichtung, denn er hat eine richtig schicke Decke, die mit Buddhabild verziert ist, gekauft. Es bleibt aber keine Zeit für eine angemessene Einzugsparty, denn wir müssen Bier und Musik konsumieren gehen. 

Vor der Bühne ist es wirklich sehr leer und I WALK THE LINE tun mir schon ein bisschen leid, dass sie um diese Uhrzeit vor gerade mal geschätzten 50 Leuten spielen müssen, obwohl bereits 2000 Karten alleine im Vorverkauf weggegangen sind. Der Rest der Besucher liegt noch in der Sonne, treibt sich an den Merchandiseständen rum, oder ist noch gar nicht vor Ort, weil er lange Arbeiten muss... Arbeiten... das gibt es auf so manch anderen Festival auch nicht...

I WALK THE LINE spielen ein sehr gutes Set und ich freue mich wie Bolle, die Jungs aus Finnland noch einmal zu sehen. Später treffe ich Sänger Ville und nachdem ich seine Band gehörig gelobt habe, stelle ich ihm meinen Zeltmitbewohner Chris vor, indem ich ihm sage: „This is Chris. He lives in my tent“, woraufhin er mich etwas irritiert anschaut.

LOS FASTIDIOS spielen Ska-Oi-Punk und wir schauen uns das Spiel vom RILREC Stand aus an, denn dort haben sich viele Freunde versammelt und bilden eine wirklich nette Runde. 

Beim Rundgang über den Platz ist Handshake hier und Stößchen dort angesagt und man trifft viele nette Bekannte, Freunde und Menschen, die man bisher nur über den Emailkontakt kannte, und das, obwohl sie zum Beispiel direkt aus Essen kommen, was ja nicht wirklich eine Weltreise ist. 

Chris und ich sehen wie die Superdeppen aus, denn wir tragen beide das gleiche YOU ARE USELESS- T-Shirt und werden des Öfteren als „schwul“ bezeichnet.

Als die LOKALMATADORE bereits spielen, kündigt Skandy per Mobiltelefon seine Ankunft an und hat bereits jetzt äußerst miese Laune, da er vom Bus aus bereits hört, dass die Ruhrpottasis schon spielen. Mit schlecht gelaunter Miene kommt er mit seinem Gepäck, indem sich ebenfalls ein 16 Euro- Zelt befindet auf dem Vorplatz an und wir erklären ihm die Lage. Sein Zelt ist schnell neben unserem aufgebaut und schon stehen wir vor der Bühne und lauschen den Klängen zu „Pillemann, Votze, Arsch“, „Mülheim Ruhr“ oder „VIVA LOKALMATADOR“. Sänger Fisch hat sich in ein schmuckes rosafarbenes Hemdchen gepresst und weiß, wie man die Mengen entertaint.

Wir stehen derweil draußen und schimpfen über die gut erzogenen Punks von heute und knüpfen damit fleißig neue Kontakte. Kevin, der uns schon seit etwa 13 Jahren kennt, behauptet, dass wir immer noch genauso asozial wären wie früher, was aber natürlich nur bedingt stimmt. 

MONTREAL spielen gegen 21 Uhr und machen „Mädchen-punk“, was ja eigentlich meinen Geschmack trifft, aber wie eine Beleidigung klingt. Sowohl bei den Iropunks, als auch bei den Rock´n´Rollern kommt das eher nicht so gut an, dafür sind die ersten Reihen aber wie vermutet sehr Mädchenlastig und ich erfahre, dass der Bassist und der Schlagzeuger wohl hübsch aussehen würden. Durch mein Fachwissen, was sowohl durch meine Pressetätigkeit, als auch durch den Band- und Entertainmentbereich geprägt wurde, kann ich erklären, dass es vor der Bühne immer so wirkt, als ob Bands hübsch wären. Beleuchtung und die „Wichtigkeit“ der grossen Bühne und des Backstagebändchens tun das Übrige dazu, dass Mädchen glauben, viele Musiker wären hübsch. Ich werde verstanden.

Auf Festivals rechnet man die Zeit nicht in Stunden, sondern in Bieren, wie ich erfahren muss, und auch sonst eignet sich die Biereinheit gut, um Dinge und Personen zu bewerten, ohne dass man damit durch zu lautes sprechen negativ auffällt. Verschlüsselt zu sprechen macht gerade bei erhöhtem Alkoholpegel für Chris und mich großen Sinn, da wir immer wieder in böse Fallen tappen, nämlich immer dann, wenn eine befreundete Person des „Opfers“ mal wieder ungesehen direkt neben uns steht. Der Biereinheitscode ist da bestens geeignet und so sind Personen, die äußerst ungewaschen und asselig erscheinen, mit einer höheren Biereinheit zu bewerten, und gepflegte, gut gekleidete Besucher zur Kategorie „1 Bier“ zu zählen. Das System zu begreifen bedarf jedoch einer ordentlichen Menge Alkohol, denn der später nachgereiste Skandy kann uns noch nicht ganz folgen...

Auf die TOY DOLLS freuen sich irgendwie alle. Und obwohl sie auf der Bühne immer einen recht abgebrühten Eindruck machen und ihr Programm recht professionell gelangweilt runterspulen, gefallen sie heute. Musikalisch ist das so wie so der Wahnsinn, was die Band zu dritt auf die Beine stellt. 

ME FIRST AND THE GIMME GIMMES sind bei allen Backstagepunkern und denen, die jemanden kennen, der jemanden kennt, der Backstage war ein grosses Thema, denn die haben nicht nur den fettesten Nightliner, der so groß ist wie das halbe Festivalgelände, sondern haben auch eine Cateringliste, die man einmal über den Zeltplatz spannen könnte. Wenn Fat Mike und seine Jungs unterwegs sind, dann lässt man es sich halt mal gut gehen. Warum auch nicht, wenn man es sich leisten kann. Ob das alles noch Punkrock wäre, ist aber eine dennoch sehr häufig gestellte Frage, die mich jedoch nicht sonderlich interessiert. 

Und in der Tat, als die Band - alle komplett in hellblaue Anzüge gekleidet - die Bühne betritt ist klar, dass kaum eine andere Band geeigneter wäre einen solchen Festivaltag abzurunden, als diese. Nach einem sonnigen Tag mit netten Leuten, gibt die Supergroup um Nofx-, Lagwagon-, Foo Fighters- und Swingin´ Utters- Mitglieder Vollgas. Eine gute Stunde spielen sie Coversongs wie „Ghostriders in the sky“ oder „somewhere over the rainbow“ in ihrer bekannten FAT WRECK- Manier. Eine Partyband, die heute genau am richtigen Platz ist.

Nach der letzen Band gibt es noch viel Smalltalk und „Hallo, du auch hier?“-Gespräche, Musik vom Band und wir bemerken plötzlich, dass wir nicht vorgesorgt haben und zu unserem Minimalgepäck leider kein Bier zählt und so stürmen wir kurz vor Ende noch zum Bierstand, um einen letzten Drink abstauben zu können. 

Als die Nacht am tiefsten ist und das Bier alle ist, ziehen wir - auf der Suche nach netten Bierspendern - zum Zeltplatz. Schnell stoßen wir auf den Zeltplatz von Kevin und Mister Schnatz, die den gleichen Punksampler wie das letzte Mal, wo wir uns vor 13 Jahren sahen, hören. SCHLEIMKEIM und DRITTE WAHL regiert die Hood. Ich bereue, dass ich am Nachmittag über Kevins Plastikflaschenbier mit Schraubverschluss gelästert habe, denn das wird mir nun fast zum Verhängnis. Ein paar Zeltplätze weiter möchten wir neue Freunde finden. Neben dem Zelt von Anna versucht gegen 3 Uhr ein Pulk von etwa 6 Thüringern ein Zelt aufzubauen, was jede Südpolexpedition überleben könnte. Die 2 etwa 4 x 3 Meter grossen Planen wollen einfach nicht mit dem Gestänge zusammenpassen. Wir stehen mit Rat und Tipps zur Seite, was die Thüringer aber immer wütender macht. „Hör einfach nicht hin, was die sagen...“ oder „nein, das geht so“ und „guck nochmal in die Anleitung“ sind Sätze, die wir immer wieder vernehmen. Ich merke an, dass die Uhrzeit aus Gründen der Lichtverhältnisse nicht ganz optimal gewählt ist, wenn man ein Zelt mit den Ausmaßen der Zirkus Krone Arena aufbauen möchte, was aber die Situation nicht unbedingt verbessert. 

Bei Chris kommt auch zu später Stunde immer wieder der Gutmensch zum Vorschein und so beginnt auch er, als weitere Person in dem Pulk aus Thüringer, Zeltplanen und Gestänge rumzufuchteln und mit seinem Handy für Beleuchtung zu sorgen. Richtig dankbar scheinen unsere neu gewonnenen Freunde dabei aber nicht zu sein, denn die haben wirklich die Faxen dicke, weil nichts funktioniert. Ich schaue mir das Spiel vom Rand aus an und freunde mich mit einem netten Menschen an, der voller Stolz ein 3 Liter Pack Rotwein mit Zapfvorrichtung aus seinem Zelt zaubert. Beim Trinken, welches sich etwas schwierig gestaltet, da er das riesige Tetrapack über seinen Kopf halten muss und dabei die Zapfvorrichtung betätigen muss, macht es lustige Geräusche, als wenn jemand im Stehen pinkelt. 

Im Stehen pinkelt auch jemand hinter einer weißen Plane, die aber - etwas ungünstig für ihn - von hinten durch einen riesigen Strahler beleuchtet wird. Der Schatten seines Körpers und seines scheinbar riesigen Gemächtes wird dabei überdimensional an die große Plane projiziert, was ebenfalls zur Erheiterung führt und auf Kamera festgehalten werden muss.

Das Zelt unserer neuen Freunde ist nach einer halben Stunde aufgebaut und die Stimmung lockert sich etwas, als sich die Thüringer schlafen legen. Ich mache Bekanntschaft mit einem Getränk, welches mir mit einem freundlichen Lächeln serviert wird und den verlockenden Namen „Mexikaner“ trägt. Nachdem ich einen ordentlichen Schluck genommen habe, stelle ich fest, dass es eigentlich nur aus Tabasko und Wodka besteht. Ich bin erstaunt, was Speiseröhren so alles aushalten können. Das Angebot mit der Weinzapfanlage nachzuspülen nehme ich dankend an.  

Ein 25- jähriger, smarter Skinhead erwähnt in einem kurzen Smalltalk sein Zelt, welches 5 Meter von uns entfernt steht und fast so hoch ist, dass man darin stehen kann. Chris sagt: „Ach, du meinst das Toilettenzelt?“. Irritiert schaut er uns an und sagt: „Welches Toilettenzelt?“, ich steige mit einem erklärenden Ton mit ein: „Na, dort drüben das Zelt, das hat uns doch vorhin jemand gesagt, dass dort alle zum pinkeln reingehen.“ Verwirrt schaut er uns abwechselnd an und traut seinen Ohren nicht: „WER hat das gesagt??“ Chris erläutert weiter: „Na, der Typ, der da eben mit der Klopapierrolle rauskam - der war da drinnen kacken und hat gesagt, dass dieses Zelt das Toilettenzelt wäre. Wir waren dort auch schon pinkeln“ Verwirrt und gleichzeitig nervös fragt er uns: „Aus welcher Seite vom Zelt kam er raus, rechts oder links?“ - „Na, links ist für Damen und rechts für Herren“... Das ist zuviel für ihn, er sagt: „Kommt mal eben mit zum Zelt - ihr bekommt auch keinen Ärger... da gehen wir mal eben gucken“... Als wir fast am Zelt angekommen sind prusten wir los und klopfen ihm auf die Schulter... „Entspann dich, das war ein Witz“. Aber der junge Mann ist fertig mit den Nerven. Er begreift die Situation nicht, wirkt völlig verstört. In Gedanken sah er vermutlich schon mehrere Haufen auf seiner Luftmatratze liegen. Er tut uns ein wenig leid und wir würden den bösen Scherz gerne mit einem Bier wieder gut machen, haben aber nur Tetrapackwein mit Zapfhahn anzubieten. 

Es wird langweilig auf dem Zeltplatz, alle Punker sind schlafen gegangen. Niemand da, der etwas zerstört oder in Flammen setzt. Wir machen uns auf die Suche nach den letzten wachen Personen, werden aber nicht so richtig fündig. Uns fällt ein, dass wir noch kein Abendessen zu uns genommen haben. Die Bieruhrzeitrechnung ist völlig außer Kontrolle geraten und so schauen wir auf unser Telefon und stellen fest, dass 6 Uhr eine gute Zeit für einen Snack ist und so verlegen wir die Party in unser 2-Mann-Zelt. Skandy, Anna, Chris und ich machen es uns auf der Buddhadecke bequem und sind nicht ganz zufrieden mit dem Komfort des Zelts. Die Deckenhöhe von 1,20m an der höchsten Stelle macht das Sitzen unbequem. Die Zeltwände halten dem Anlehnen auch kaum stand und so wankt das Zelt hin und her, weil jeder mehr Platz haben möchte. Ein weiterer Weinkanister muss irgendwie „versehentlich“ in unser Zelt gelangt sein und so kann unsere Brotzeit gepflegt gefeiert werden. 

Das Hin- und herwankende Zelt macht uns schlechte Laune und schon bald sitzen wir - uns gegenseitig wild beschimpfend im und auf dem Zelt... Ganz zur Freude unserer Nachbarn. Diese rufen uns nämlich aus ihren verschlossenen Zelten solch freundliche Sachen wie: „haltet mal die Fresse und geht pennen“ oder „ich komm gleich raus und dann gibt´s was auf die Fresse“ zu. Wir antworten in gewohnt freudlicher Art und Weise, wie man das hier von uns gewohnt ist. 

Den Snack habe ich selbst kreiert. Es gibt Frischeiwaffeln, die ich mit 2 Bananen belege. Alle sind begeistert und loben mich für meine gute Idee. Als alle gesättigt sind, geht Skandy nach Hause in sein Zelt und Anna geht zurück zu ihren Thüringer Freunden.

Chris und ich unterhalten uns noch über Shuttlebusse, Sonnenaufgänge und Nachbarn in anderen Zelten, diese rufen uns nämlich zwischendurch immer wieder ihre „Freundlichkeiten“ zu. Irgendwann nach 7 Uhr schlafen wir dann und ich muss Chris´ Geschnarche erdulden.

Um 9 Uhr werde ich wach, als unser Zelt durchgeschüttelt wird. „MORGEN“ ruft Skandy in einer Lautstärke, die schnell klar macht, wo wir sind: Beim Militär? oder vielleicht ähnliches... Die Morgensonne hat das Zelt erwärmt und ich stolper mit neuer Sonnenbrille aus unserer Behausung. Draußen hat jemand 2 Bananenschalen und eine 3 Liter Packung Rotwein vor unser Zelt geschmissen. Es läuft bereits Musik aus kleinen Geräten und wir bekommen böse Blicke von allen Seiten zugeworfen. Chris´ Stimme wäre wohl sehr prägnant, wir würden nur Müll reden und überhaupt... warum wir nicht schlafen würden. Punkrockuntauglich putze ich mir, wie ich es mir von einem Nachbarn abgeguckt habe, die Zähne und stolper über das Zelt. Dreckszelte, denke ich. Hippiescheisse! Warum zeltet man? Und da fällt mir wieder ein, wie ich nachts eine Zeltschnur übersehen habe und mich derbst auf die Nase gelegt habe. Die Spuren an meinen Knien belegen das.

Die Sonnenbrille verdeckt sämtliche Spuren der Nacht, zumindest bilde ich mir das fest ein. Und bei der Morgenrunde über den Platz suchen wir zum Einen eine Einladung zum Frühstück und kümmern uns bei der Gelegenheit gleich einmal ein bisschen um die Ordnung, indem wir andere Gäste ganz Ordnungsamt-like darauf aufmerksam machen, dass das so mit dem Müll vor dem Zelt nicht gehen würde und kritisieren die Länge der verwendeten Zeltschnüre.

An einem grossen Zelt entdecken wir Rührei mit Brötchen für 2 Euro. Das ist billig und schmeckt auch so.

Wir haben genug gesehen. Ich schaue Chris beim Zeltabbau zu und bekomme die Aufgabe zugewiesen, den Sack mit Müll zu füllen, damit wir unsere 5 Euro Müllpfand zurück bekommen. Ich kann aber leider keinerlei Müll entdecken und so lasse ich den Müllsack lieber unberührt auf dem Boden liegen. Skandy kümmert sich darum...

Der Shuttlebus soll uns zurück zum Feldhausener Bahnhof bringen. Skandy bleibt noch einen Tag länger. Chris und ich haben Wichtigeres zu tun, als den anderen Festivalgästen ständig erklären zu müssen, wie man Zelte aufbaut und sich auf einem Punkfestival verhält. 

Beim Warten auf den Bus trauen wir unseren Augen nicht. 18-jährige Iropunks fragen uns erst höflich, welche Bands wir am Vortag wohl gesehen hätten und lassen sich dann von ihren Eltern mit dem Auto Frühstück und Biernachschub bringen und noch viel Spaß wünschen.

Ich stehe wieder einmal kurz vor dem Ausrasten. Punk is dead! Aber sowas von. Ich glaub es hackt!

(Rene)

 

Fotos: Rene Brocher 

Kommentare

avatar maks
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1.) RilRec haben keine Freunde!!
2.) Das nächste mal sollten wir uns absprechen, dann lass ich meinen Nightliner zu Hause. In Eurem Zelt ist doch noch locker Platz für einen mehr.
Ach ja: auf www.rilrec.de ist auch noch n Bericht samt Fotos. Haha!!!!!!
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avatar Rene
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Ich würde sagen, wir machen es so: Wir nehmen das nächste mal euren Bus und ihr bekommt das Partyzelt... Du bist doch nicht so groß...
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avatar Marc
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Ich war gleich so k.l.u.k. und bin wieder nach Hause gefahren und am zweiten Tag wieder gekommen! Zelt aufbauen? Ich bin doch kein Hippie! Zu Hause scheißt es sich eh am besten!
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avatar Stanski
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Mit den Details hast du es ja nicht so! Ich habe nicht "MORGEN" sondern "SCHALKE" gerufen! Und um den Müll hat sichn Chris gekümmert! Was sollen denn die Leute denken?
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